Neben Leinenführigkeit und einem sicheren Rückruf ist das wichtigste was ein junger Hund lernen sollte, die Impulskontrolle. Dabei lernt der Hund, dass nicht alle Wünsche sofort erfüllt werden und vor allem, dass ungestümes Einfordern zwecklos ist. Bei dieser Übung gilt das Prinzip, dass der Hund keine Anleitung bekommt, sondern selbst draufkommen muss, mit welchem Verhalten er ans Ziel kommt. Denn was man ohne Anleitung lernt, merkt man sich am besten – das gilt auch für uns Menschen. Ein Beispiel für die sinnvolle Anwendung der Impulskontrolle ist das ruhige und gesittete Verlassen oder Betreten eines Grundstückes oder einer Wohnung.

 

Bei dieser Übung wird wird die Tür zunächst leicht geöffnet und gleich wieder geschlossen wenn der Hund aus dem Tor drängt. Das wiederholt sich so oft, bis der Hund vor der offenen Tür einfach sitzen oder stehen bleibt, erst dann lädt man ihn ein hinauszugehen. Im Idealfall blickt uns der Hund dabei in die Augen „Was machen wir jetzt?“ Anmerkung, das Video ist deutlich gekürzt, die Übung dauert wesentlich länger und sollte, einmal begonnen, bis zum positiven Ende durchgezogen werden.

Dabei geht es nicht, wie viele meinen, um „Dominanz“, sondern um Pragmatismus. Zieht der Hund aus dem Tor, beginnt der Spaziergang schon schlecht und die Frage ist, wann hört er endlich auf zu ziehen? Betritt man ein fremdes Grundstück oder eine fremde Wohnung, soll der Hund ja nicht gleich die Gastgeber überfallen, was bei Erwachsenen unangenehm und bei Kindern gefährlich sein kann – auch bei kleinen Hunden.

Aber Vorsicht, Impulskontrollübungen, so wirksam sie auch sind, gehören zu den wenigen Trainingsmethoden, bei denen Hunde nicht über Spiel und Spass sondern über Frust lernen. Und da kann der eine oder andere Hund schon recht heftig reagieren. Wie man im Video sieht, beißt der Hund aus Frust in die Leine, bevor er die Lösung = Ruhigsein findet. Andere Hunde können auch in die Hose, in die Hand oder sonstwo hin beißen. Wenn ihr euch nicht ganz sicher seid, wir helfen euch gerne.

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