Einer der häufigsten Gründe, warum sich HundebesitzerInnen an uns wenden, ist mangelnde Leinenführigkeit, worunter permanentes Ziehen an der Leine und das Anbellen oder gar Bedrohen von vorbeikommenden Hunden und Menschen verstanden wird.

Die Gründe dafür sind vielvältig und reichen von völliger Ahnungslosigkeit der BesitzerInnen über Hundeverhalten, was zu leicht vermeidbaren Konflikten führt, über ungestümes Spielverhalten, zu zwanghaftem Schutz- und Kontrollverhalten, bis hin zu einer originellen Art des Futterbettelns nach dem Motto: „zuerst belle ich alles an und werde dann belohnt, wenn ich wieder brav bin“.

Was immer auch die Ursache ist, die Lösung ist fast immer die Gleiche. Zunächst muss man verstehen, dass ein entspannter Spaziergang mit dem Hund bestimmten Regeln folgt, die es zu beachten gilt. Die wichtigsten davon sind:

  1. Der Spaziergang beginnt mit dem ersten Schritt, also an der Haus- oder Wohnungstür. Ist der Hund bereits hier aufgeregt und außer Kontrolle, wird sich das später nur schwer legen.
  2. Einfach losmarschieren und ins Handy schauen geht gar nicht! Während des Spaziergangs benötigt die Fellnase unsere volle Aufmerksamkeit, was vor allem das Erkennen und Vermeiden „brenzliger“ Situationen angeht. Dazu sind aber gewisse Grundkenntnisse über das Hundeverhalten notwendig. Infos dazu gibt es in unserem Basisseminar Hund.
  3. Hunde wollen geführt werden und nicht selbst führen – und wer vorne ist, führt! Das bedeutet nicht, dass der Hund permanent hinten sein muss aber sehr wohl, dass man seinen Hund davon überzeugt, dass man jederzeit willens und in der Lage ist, die Richtung vorzugeben und mit „Gefahren“ (Kinder, Radfahrer, fremde Hunde etc.) umgehen kann.
  4. Hunde sind Pragmatiker, was sie ans Ziel bringt behalten sie bei, was sie nicht ans Ziel bringt, lassen sie bleiben – das gilt auch für das Ziehen an der Leine.
  5. Last but not least; damit sich eine Leine spannt braucht es immer zwei. Wildes Ziehen an der Leine und aufgeregtes Gehabe sind eher kontraproduktiv. Wie Sie für eine entspannte Leine sorgen, können Sie bei unseren Kursen Leinenführigkeit oder Social Training erfahren und üben.

Zuletzt unser Buchtipp zum Thema: Ralf Lindner: Bertie der Terrier „Meiner zieht immer!

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