• Rasse: Kaninchendackel
  • Geschlecht: Weiblich, nicht kastriert
  • Gesundheit: Keine Probleme
  • Herkunft: anerkannte Zucht
  • Zuhause: Haus mit Garten bei einem Ehepaar, mit „Nebenwohnsitz“ bei der erwachsenen Tochter
  • Alter bei Trainingsbeginn: 3 Monate
  • Problem: Will den Garten nicht verlassen, nimmt alles vom Boden auf, mangelnde Stubenreinheit

Aufgabe:

Bei Trainingsbeginn hatte Mia bereits eine sehr gute Bindung zu ihrem Frauchen, uns gegenüber war sie allerdings misstrauisch, was sich aber mit ihrem Lieblingsleckerlie, rohem Rindsfaschiertem, rasch ändern ließ. Als Probleme wurde angegeben, dass Mia noch nicht stubenrein war, Angst hatte, den heimischen Garten zu verlassen und alles aufnahm, was sie am Boden fand. Ihre Menschen wollten einfach von Anfang an alles richtig machen, damit aus Mia ein freundlicher und wohlerzogener Familienhund wird.

Training:

Beim Beratungsgespräch stellte sich Mias Vorliebe für Rindsfaschiertes heraus, mit dessen Hilfe sie, ganz ohne Leine, die ersten zaghaften Schritte auf die (unbefahrene) Straße vor dem Haus gemacht hat. Nach und nach hat sich dann der Aktionsradius erweitert, am liebsten ohne Leine aber immer unter dem „Schutz“ ihres Frauchens. Dieses für Welpen typische Verhalten haben wir dann gleich genutzt, um einen sicheren Rückruf zu etablieren, nach dem Motto; „Wenn du willst, dass dir dein Welpe folgt, geh einfach weg – und belohn ihn wenn er kommt“.

 

Mit ein paar Leckerlies war auch der restliche Grundgehorsam kein Problem. Sogar das unerwünschte und auch recht gefährliche Aufnehmen aller möglicher Dinge vom Boden war nach einer Impulskontroll-Übung, natürlich mit Rindsfaschiertem als Belohnung, Vergangenheit. Bei einem Spaziergang durch die Seestadt und mehren Social Walks hat Mia eindrucksvoll gezeigt, was sie alles gelernt hat und dass sie ein selbstbewußter, sozialer und folgsamer Dackel geworden ist.

Viel mehr Geduld war nötig, um die Stubenreinheit zu erreichen, was bei Trainingsende noch immer nicht ganz gelungen war. Anscheinend hatte die kleine Mia beim Züchter keine Gelegenheit gehabt, sich ausserhalb des Hauses zu erleichtern, was zu einer Prägung der Harn- und Stuhlabgabe innerhalb des Hauses geführt hat. Hier zeigt sich, wie wichtig es ist, dass nicht nur die Zuchtpapiere eines Welpen stimmen, sondern dass er auch in den ersten Lebenswochen richtig gehalten wird. Da aber Hunde das natürlich Bestreben haben, ihre Umgebung sauber zu halten, sollte sich dieses Problem nach und nach lösen.

Prognose:

Hervorragend! Mia hatte das Glück, von einer liebevollen Familie aufgenommen zu werden, die ihren Hund nicht vermenschlicht sondern sich vielmehr sachkundig gemacht hat, um mit ihrer Fellnase viele glückliche Jahre verbringen zu können.

ZURÜCK