• Rasse: Podenco Boxer-Mischling
  • Geschlecht: weiblich, kastriert
  • Gesundheit: keine Probleme
  • Herkunft: Tierquartier Wien
  • Zuhause: Wohnung gemeinsam mit einem jungen Paar
  • Alter bei Trainingsbeginn: ca. 12 Monate
  • Problem: Leinenagression

Aufgabe:

Sandy war ein netter, freundlicher Hund, der allerdings an der Leine auf alles was sich bewegt (Hunde, Fußgänger, Radfahrer, Motorräder) mit heftigem Ziehen und Bellen reagiert hat. Wie sich bald herausgestellt hat, war diese „Leinenaggression“ nicht Ausdruck eines dominanten oder territorialen Verhaltens, sondern vielmehr von Ängstlichkeit und Unsicherheit. Besser wäre hier der Ausdruck „Leinenängstlichkeit“. Unsere Aufgabe war es, Sandy und ihren Menschen entspannte, genussvolle Spaziergänge zu ermöglichen.

Training:

Beim Beratungsgespräch wurden 5 Trainingseinheiten vereinbart. Wie bei allen ängstlichen Hunden war es bei Sandy vordringlich, dass der Hund lernt seinen Menschen zu vertrauen. Neben anderen Maßnahmen, wie dem Training der Grundkommandos, ist es wichtig, dass die Menschen lernen, ihren Hund sicher durch die „Gefahren“ des Alltags zu führen. Dabei benutzt man die universelle Sprache, die jeder Hund intuitiv versteht, die Körpersprache. Der Hund wird dabei nicht mit der Leine, sondern mit dem eigenen Körper geführt wird, verbale Kommandos sind überflüssig. Nach dem Erlernen der Grundkommandos zeigte sich der Erfolg bei einem Social Walk, als es nach ca. 1 Stunde gelang, die ängstlich ziehende Sandy in das Hunde-Menschen-Rudel zu integrieren. Sandy hat durch das Training gelernt, Menschen völlig zu ignorieren, bei Hunden und schnell fahrenden Räder verfällt sie hin und wieder noch in ihr altes Muster.

Prognose:

Mit Geduld, Einfühlungsvermögen und konsequenter Führung sollte sich Sandys Leinenängstlichkeit völlig legen. Es hängt von ihren Besitzern ab, wie es weiter geht.

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