• Rasse: Border Collie – Arbeitslinie
  • Geschlecht: männlich, unkastriert
  • Gesundheit: Giardien-Durchfall, in Behandlung
  • Herkunft: österreichischer Züchter
  • Zuhause: Wohnung gemeinsam mit einem jungen Paar
  • Alter bei Trainingsbeginn: ca. 5 Monate
  • Problem: Stubenreinheit, Sozialverhalten, Grundgehorsam

Aufgabe:

Sunny war ein temperamentvoller, verspielter und freundlicher Hund, der aber einige Probleme hatte: Er war nicht stubenrein, zog an der Leine und bellte alles an, was in der Nähe war. Menschen und Hunden gegenüber war er nicht aggressiv aber völlig respektlos (Anbellen, Hochspringen). Außerdem fraß er Kot und produzierte selbst große Mengen Stuhl.

Seine Menschen wünschten sich, dass zunächst die Stubenreinheit und der Grundgehorsam hergestellt wird. Außerdem, dass er keine Leute oder Hunde verbellt, niemanden anspringt, brav an der Leine geht und sicher zurückkommt, wenn man ihn ruft.

Training:

Beim Beratungsgespräch wurden 10 Trainingseinheiten vereinbart und das junge Paar darüber aufgeklärt, dass es eine echte Herausforderung ist, einen Border Collie aus einer Arbeitslinie in einer Stadtwohnung zu halten, die viel Geduld und Konsequenz erfordert.

Nach Abschluss der Giardien-Behandlung durch den Tierarzt wurde die Ernährung auf ein hochwertiges, proteinreiches Futter umgestellt. Dadurch wurden die Stuhlmengen normalisiert, wodurch auch die Stubenreinheit, nach ein paar Anleitungen, bald erreicht wurde. Auch das Kotfressen wurde nach und nach weniger.

Beim Training war es, neben den Basics (Sitz, Platz, Bleib, Komm), vordringlich, Sunny kontrolliert mit allen möglichen Alltagsituationen und auch anderen Hunden zu konfrontieren (u.a. bei unseren Social Walks), was nach und nach zu einem deutlich besseren Sozialverhalten führte. Wichtig war es auch mit Sunny das Entspannen zu üben, damit er sein ausuferndes Spiel- und Hüteverhalten von sich aus beenden konnte.

Prognose:

Sunny hatte das große Glück, mit seinen Besitzern liebevolle und geduldige Menschen gefunden zu haben. Die besprochenen Maßnahmen wurden konsequent und beherzt umgesetzt, ohne sich von dem quirligen Hund entmutigen zu lassen. Gemeinsam haben Sie es geschafft, das Vorurteil zu widerlegen, dass Border Collies nicht in Wohnungen gehalten werden können. Trotzdem, erkundigen Sie sich genau, bevor Sie dieses Experiment wagen, leicht ist es nie!

ZURÜCK